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Azoren

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Mitten im Nirgendwo

© Beluga Reisen Flora und Fauna der Azoren Der Archipel der Azoren besteht aus neun, weit auseinanderliegenden Inseln. Sie sind wie alle atlantischen Inseln vulkanischen Ursprungs und liegen zwischen Europa und Nordamerika. Älteste Azoreninsel ist dabei mit ca. 15 Mio. Jahren Santa Maria. Die Inseln der Azoren sind nur die Spitzen des rund 8.000 m hohen mittelatlantischen Rückens, der sich mit mehr als 20.000 km von der Arktis bis zur Antarktis zieht. Durchschnittlich liegt das Gebirge auf einer Höhe von 1500 bis 3000 Metern unter der Wasseroberfläche.

Geschichte und Wirtschaft

© FremdenverkehrsamtDer Berg Pico im SonnenuntergangDie Entdeckung der Azoren kann man auf antike Sagen zurückführen, die sich um rätselhafte Inseln im Atlantik drehen. Es wurde sogar eine Lokalisierungshypothese aufgestellt, in der Atlantis anstelle der Azoren vermutet wurde. Erstmals wurde die Inselgruppe im 14. Jahrhundert auf spanischen Seekarten verzeichnet. Damalige Informationen zur Lage der Azoren stammten von Segelmanövern kanarischer Seeleute. Daraufhin wurde der Archipel 1427 im Auftrag von Heinrich dem Seefahrer für Portugal in Besitz genommen, in dem es sich bis heute befindet. Sie nannten die eroberten Inseln „Ilas dos Acores“ aufgrund der vielen Bussarde die über den Inseln kreisten, die fälschlicherweise für Habichte gehalten wurden.

Nach der Annektierung fanden die ersten Besiedlungen im 15. Jahrhundert durch flämische und portugiesische Bauern statt und die Landwirtshaft zog ein. Orangen, Ananas, Tee und Tabak waren bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Haupthandelsrohstoffe. Der Grund für den Rückgang der Landwirtschaft war eine Schädlingsplage am Ende des 19. Jahrhundert, welche eine Intensivierung in den Walfang zur Folge hatte. Heute ist der Tourismus und Ökotourismus wichtigstes wirtschaftliches Standbein.

Vulkanismus und GEologie

© Beluga Reisengrüne HügelDie Geschichte der Azoren begann vor ca. 20 bis 25 Millionen Jahren in 4000 Metern Tiefe. Lava brodelte damals aus den durch Plattentektonik entstandenen Erdrissen. Die ausgetretene Lava erkaltete und formte Unterwasserberge, die durch den gesamten Atlantik vom Norden bis Süden verlaufen. Sie bilden den mittelatlantischen Rücken. Vor ca. 14 bis 16 Millionen Jahren schließlich durchbrach der erste Unterwasserberg die Meeresoberfläche und formte die östlichste und älteste Insel der Azoren, Santa Maria.

Geographie

© FremdenverkehrsamtPonta dos CapelinhosDie Inselgruppe liegt mitten im Atlantik, zwischen Europa und Amerika. Dabei sind die westlichsten und östlichsten Inseln 600 Kilometer von einander entfernt. Portugal ist mit 1500 Kilometern das nächste Festland, danach kommt der amerikanische Kontinent mit 3600 Kilometern Entfernung. und nach mehreren Tausend Kilometern Entfernung würde man in Richtung Norden auf Grönland treffen und im Süden die Antarktis erreichen.

Die Azoren sind in West-, Zentral- und Ostgruppe unterschieden. Die Westgruppen werden gebildet aus Flores und Corvo. Zentral liegen die Inseln Faial, Sao Jorge, Graciosa und Terciera. Die restlichen Beiden, der insgesamt neun Inseln, Santa Maria und Sao Miguel bilden die Ostgruppe.

Flora und Fauna

© Beluga ReisenFlora und FaunaVor der Besiedelung durch den Menschen waren die Inseln überzogen von dichtem Wald. Durch flächendeckende Rodung ist das Festland nun mit Weiden voll grasender Rinder und ewig langen Hortensienhecken bedeckt. Das wiederum ist die nicht die einzige Schönheit, die das Herz eines Hobbygärtners höher schlagen lässt. Dazu kommen noch Pflanzen aus aller Welt, die von Seeleuten, sowie Botanikern an Land gebracht wurden.

Geschichten besagen, dass bevor die ersten portugiesischen Siedler ankerten einen Ziegenbock auf der Insel festbanden und zwei Tage auf offener See ausharrten, um zu testen, ob sich gefährliche Raubtiere an Land befanden. Der Bock überlebte und die Inseln wurden besiedelt. Das Festland der Azoren weist neben einer Fledermausart und der ein oder anderen Insektenart wenig endemische Tierarten auf. Die meisten Tiere sind Nutztiere, die vom Menschen eingeführt wurden. Die Unterwasserwelt hingegen protzt nur so vor Artenreichtum und –vielfalt. Papageien-, Kugel-, Drückerfische, Zacken- und Neonriffbarsche, Adler- und Stechrochen, Barrakudas, Nacktschnecken, Bärenkrebse, Muränen und viele Meeressäuger zählen zu den Arten in unmittelbarer Nähe.

Klima und Reisezeiten

© FremdenverkehrsamtKüstenblick Santa MariaDer Archipel ist bekannt für sein abwechslungsreiches Wetter. Die Sommer sind warm und relativ trocken, jedoch muss immer mit Regen zu rechnen sein. Zudem ist es teilweise stark windig, sodass Temperaturen häufig kälter erscheinen. Das sogenannte „Azorenhoch“ ist auf den Azoren zumindest ein Mythos. Die durchschnittlichen Meerestemperaturen schwanken zwischen 16 Grad im Frühling mit einem Hochpunkt im Sommer bei 21 Grad und im Oktober bei 19 Grad. Demnach ist ein 7mm Nassanzug oder Halbtrockenanzug ratsam. Reisezeiten sind natürlich die Sommermonate, jedoch sind in dieser Jahreszeit, wie zu erwarten die Restaurants, sowie Hotels voll. Nebensaison Frühling und Herbst sind auf Grund des milden Klimas gut für Abenteurer, die auf Wander-, Kletter- oder Mountainbiketouren gehen wollen.

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